Fallstudie C1: Kommunikation zu sicheren Materialien

Fallstudie C1: Kommunikation zu sicheren Materialien

Ziel des Projektes ist es, aufbauend auf den Themen des Forschungsverbunds neue und innovative Formate für die Wissenschaftskommunikation zu entwickeln, zu testen und deren Wirkung auszuwerten. Gemeinsam mit allen Partner*innen, werden wir passende Inhalte aus allen Bereichen des Projekts – von der grundlegenden Forschung über technische Anwendungen, Gefahrenanalyse und Umwelteinflüsse – identifizieren und aufbereiten. Daraus entstehen virtuelle 3D Videoclips, die in unterschiedlichen Kontexten der Wissenschaftskommunikation eingesetzt werden. Unser Hauptaugenmerk liegt dabei auf öffentlichen Veranstaltungen, digitalen Wissensportalen, Museumsausstellungen und Schülerlabore für schulische und außerschulische Angebote.

verzerrte 180-Grad-Aufnahme eines Labors
Videostandbild eines biologischen Forschungslabors am IfADo. Mehrere Videoaufnahmen wurden zu einem Video zusammengesetzt.
Mann steht neben Videokamera, die 360-Grad-Aufnahmen ermöglicht
Person, die ein VR-Headset trägt

Robin Wagner stellt seine Kamera vor, die 360-Grad-Aufnahmen ermöglicht. Zusätzlich zu den acht Linsen, verfügt die Kamera über interne Mikrofone, die seinen Videos richtungsspezifische Tonaufnahmen hinzufügen.
Im VR-Headset sieht der Betrachtende je nach Blickrichtung unterschiedliche Teile des Labors oben.

Kooperation der Partnerinstitute

Ausgehend von den Themen des Forschungsverbunds werden neue und innovative Formate der Wissenschaftskommunikation für verschiedene Outreach- und Lernumgebungen gemeinsam durch das IWM, DM und IPN entwickelt und analysiert. Im Fokus stehen die Voraussetzungen des Publikums sowie die Untersuchung von Auswirkungen in Bezug auf emotionale Ansprache, Überzeugungen und konzeptionelles Verständnis sowie die Gefahren-/Risikoeinschätzung.

Das Promotionsprojekt wird vom IWM betreut. Forschungsaufenthalte am IPN und DM sind vorgesehen, um eine umfassende Qualifikation der Promovierenden zu ermöglichen. Zusätzlich macht das Projektthema Besuche in allen Instituten notwendig, die eine Doktorandin des Forschungsverbunds betreuen, um 360-Grad-Videos der Arbeitsumgebungen zu erstellen.

Leibniz-Institut für Wissensmedien (IWM)

Das IWM wird in dieser Kooperation auf die Untersuchung innovativer digitaler Formate zur Wissenschaftskommunikation fokussieren (z.B. immersive 360-Grad Videos, Web-Angebote zum Umgang mit wissenschaftlichen Widersprüchen), die in verschiedenen formellen und informellen Kontexten wie Unterricht, Schülerlaboren oder Ausstellungen einsetzbar sind.

Deutsches Museum (DM)

Das Deutsche Museum entwickelt ein Outreach-Toolkit, das Wissenschaftler*innen einfache Möglichkeiten liefert um ihre Forschung effektiv an verschiedene Zielgruppen der Öffentlichkeit zu kommunizieren. Ergänzt wird das Toolkit durch einen mehrtägigen Workshop, in dem sich die Nachwuchswissenschaftler*innen des Forschungsverbunds intensiv mit Theorie und Praxis der Wissenschaftskommunikation auseinandersetzen.

IPN Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik

Das IPN wird in dieser Kooperation den Fokus auf kombinierte experimentelle und multimediale Lernumgebungen für Jugendliche in semi-formellen Bildungskontexten sowie die damit verbundene Weiterbildung von Lehrkräften und Wissenschaftskommunizierenden richten. Diese Arbeiten sind angebunden an weitere laufende Forschungsprojekte.

Beteiligte Institute

Logo IWM
Leibniz-Institut für Wissensmedien (IWM) 36 Monate

Logo DM
Deutsches Museum Forschungsaufenthalte

Logo IPN
IPN Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik Forschungsaufenthalte
Vorarbeiten
  1. Kampschulte L, Nanotechnologie im Alltag. In S. Thalhammer & M. Funke (Eds.), Nanotechnologie in der Schule: Von der Forschung in die Schule. Initiative Junge Forscherinnen und Forscher e.V., Würzburg (2017) 191. ISBN 978-3-00-058613-2
  2. Tirre F, Kampschulte L, Thoma G-B, Höffler T, Parchmann I, Design of a Student Lab Program for Nanoscience and Technology – an Intervention Study on Students’ Perceptions of the Nature ofScience, the Nature of Scientists and the Nature of Scientific Inquiry. Research in Science & Technological Education 37 (2019) 393. https://doi.org/10.1080/02635143.2018.1551201
  3. Laherto A, Kampschulte L, de Vocht M, Blonder R, Akaygun S, Apotheker J, Contextualizing the EU’s „Responsible Research and Innovation“ policy in science education: a conceptual comparison with the Nature of Science concept and practical examples. EURASIA Journal of Mathematics, Science and Technology Education 14 (2018) 2287. https://doi.org/10.29333/ejmste/89513
  4. Kampschulte L, Akaygün S, Adadan E, Eilert K, Heyduck B, Interdisciplinary Research Brought to School – Connecting Chemistry and Biology through Nanotechnology. J. Microbiol. Biol. Educ. 19 (2018) 19.1.4. https://doi.org/10.1128/jmbe.v19i1.1400
  5. Kampschulte L, Lernorte mit Medien vernetzen!? Chancen und Herausforderungen der lernortübergreifenden Mediennutzung. In: Ropohl M, Lindmeier A, Härtig H, Kampschulte L, Mühling A, Schwanewedel J, Medieneinsatz im mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterricht – Fachübergreifende Perspektiven auf zentrale Fragestellungen. Verlag der Joachim Herz Stiftung, Hamburg (2018) 138. ISBN 978-3-945641-03-3
  6. Gottschling S, Kammerer Y, Gerjets P, Readers’ Processing and Use of Source Information as a Function of Its Usefulness to Explain Conflicting Scientific Claims. Discourse Processes 56:5-6 (2019) 429. https://doi.org/10.1080/0163853X.2019.1610305
  7. Gerjets P, Scheiter K, Digitale Medien in Unterrichtskontexten. In O Köller, M Hasselhorn, FW Hesse, K Maaz, J Schrader, H Solga, CK Spieß, & K Zimmer (Eds.), Das Bildungswesen in Deutschland. Bestand und Potenziale. Bad Heilbrunn: Klinkhardt (2019) 865. ISBN: 9783825247850
  8. Lang F, Kammerer Y, Oschatz K, Stürmer K, Gerjets P, The role of beliefs regarding the uncertainty of knowledge and mental effort as indicated by pupil dilation in evaluating scientific controversies. International Journal of Science Education 42:3 (2020) 350. https://doi.org/10.1080/09500693.2019.1710875
  9. Kammerer Y, Amann DG, Gerjets P, When adults without university education search the Internet for health information: The roles of Internet-specific epistemic beliefs and a source evaluation intervention. Computers in Human Behavior 48 (2015) 297. https://doi.org/10.1016/j.chb.2015.01.045
  10. Keck D, Kammerer Y, Starauschek E, Reading science texts online: Does source information influence the identification of contradictions within texts? Computers & Education 82 (2015) 442. https://doi.org/10.1016/j.compedu.2014.12.005
  11. Neumann I, Sorge S, Neumann K, Parchmann I, Schwanewedel J, Die Kieler Forschungswerkstatt – ein Lehr-Lern-Labor mit Fokus auf aktuelle Forschungsthemen. in B. Priemer, & J. Roth (Hrsg.), Lehr- Lern-Labore: Konzepte und deren Wirksamkeit in der MINT-Lehrpersonenbildung (S. 85-97). Berlin: Springer Spektrum (2020).
  12. Reimann M, Herzog S, Parchmann I, Schwarzer S, Nanotechnologie in Schülerlabor und Schule: Experimenteller Zugang zu alltagsnahen nanotechnologischen Facetten. Chemie konkret: CHEMKON; Forum für Unterricht und Didaktik 27 (2019) 215. https://doi.org/10.1002/ckon.201900038
  13. Laherto A, Tirre F, Parchmann I, Kampschulte L, Schwarzer S, Scientists‘ perceptions on the nature of nanoscience and its public communication. Problems of Education in the 21st Century, 76:1 (2018) 43-57.
  14. Kruse K, Knickmeier K, Kiessling T, Brennecke D, Bratz H, Schöps K, Parchmann I et al., Plastikmüll im Ozean: Eine Untersuchung im Fachraum und Freiland. Naturwissenschaften im Unterricht – Chemie, 29:165 (2018) 23.
  15. Parchmann I, Schwarzer S, Wilke T, Tausch M, Waitz T, Von Innovationen der Chemie zu innovativen Lernanlässen für den Chemieunterricht und darüber hinaus: Wie finden chemische Forschung und Entwicklung systematisch und zeitnah Eingang in unterrichtliche und außerunterrichtliche Lernprozesse? Chemie konkret: CHEMKON, 24:4 (2017) 161. https://doi.org/10.1002/ckon.201790001

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